Polimentvergoldungen mit Verzierungen sind bereits
800 v.Chr. an einem altägyptischen Grab nachgewiesen. In historischen Quellschriften , wie das Lucca Manuskript aus dem 9. Jh.n.Chr., dem Trattatto della Cennino Cennini, einem berühmten Werk aus der Renaissance und dem Tegernseer Manusskript sind zahlreiche Vergoldungsrezepte überliefert.

Astrid Wührl knüpft an die Überlieferung an, und hat ihr Wissen , während ihrer fundierten Ausbildungszeit und langjährigen Berufserfahrung erweitert und praktiziert.

 

 

Die Polimentvergoldung, die zwischen dem 15. Jh. und 18.Jh in Deutschland ihre Blütezeit hatte besteht aus verschiedenen Farbschichten und Verarbeitungsprozessen.

Der Holz oder Stuckuntergrund wird mit Kreidegrund überzogen und mit gelben und roten Erdfarben (Bolus) lasiert. Anschließend mit Blattgold belegt und mit Achatstein poliert. Dadurch entsteht dieser unverwechselbare brillante Glanz.

Die Ölvergoldung basiert auf Lackuntergründen. Über diesen speziell vorbereiteten lackierten Untergrund wird ein Anlegeöl aufgetragen. Darüber (auf den klebrigen Untergrund) wird das Blattgold aufgebracht.

Im Unterschied zur Polimentgoldvergoldung ist der Glanz stumpfer, jedoch witterungsbeständiger. Diese Art der Vergoldung eignet sich hervorragend für den Außenbereich und auf jede Art von Untergrund (Stein, Metall, Holz).